Schlangen

Grüner Baumpython

Die meisten Schlangenweibchen, die Eier ablegen, verlassen ihr Gelege und überlassen es seiner eigenen Entwicklung bis die Jungen schlüpfen. Lebendgebärende Schlangen sind hierbei im Vorteil. Sie sonnen sich beispielsweise und sorgen für beste Temperaturen und fördern somit die Embryonalentwicklung. Die Geburt erfolgt über einen dünnen durchsichtigen Hautsack, den die Neugeborenen mit Ruck- und Windebewegungen öffnen, um dann schnell selbständig davon zu schlängeln.

 

Schlangen häuten sich nach ihren Wachstumsphasen. Zu Beginn der Häutung reibt die Schlange Ihren Kopf solange an rauhen Gegenständen bis die alte Hornhauthülle im Bereich des Mauls aufreißt. Immer wenn die Haut irgendwo hängenbleibt rollt sie sich wie eine Strumpfhose ab. Viele Schlangen sind auch in der Lage die Haut mit einer Schuppenbewegung abzustreifen.

Weltweit gibt es etwa 2.700 verschiedene Schlangenarten. Wissenschaftler sind der Auffassung, dass sich die Schlangen als die heute am jüngsten lebenden Reptilien aus den echsenartigen Vorfahren entwickelt haben.

 

Die meisten Schlangen leben auf dem Boden, man findet sie aber auch auf Bäumen, an feuchten Biotopen und im Ozean. Schlangen besitzen keine Beine, können sich aber trotzdem zügig fortbewegen. Bauchschuppen, die über Muskeln mit den Rippen verbunden sind, verhaken sich im Untergrund. Durch das abwechselnde Aufstellen und Anlegen der Schuppen können sich die Schlangen vorwärts bewegen. Es gibt aber auch Schlangen die sich durch seitliches schlängeln und winden vorwärtsbewegen - sogenannte Seitenwinder. Nacheinander wird jeder Teil des Körpers, vom Kopf bis zum Schwanz, angehoben und seitwärts in eine neue Lage gerollt.

Manche Schlangen sind giftig. Wenn sich z.B. Klapperschlangen gestört fühlen, geben sie mit Hilfe ihrer Rassel Warnsignale von sich. Sie greifen aber nur an wenn sie sich bedroht fühlen. Viele Schlangen besitzen faszinierende Muster und Farben. Schlangen sind taub, die meisten können aber sehr gut sehen.

 

Manche Schlangen besitzen Wärmerezeptoren, die in Grübchen um ihr Maul oder in einer kleinen Grube zwischen Auge und Nase befinden, die es ihnen ermöglichen, auch bei Dunkelheit ihre Beute zu erkennen. Durch diese "Sensoren" können Schlangen Beutetiere aufspüren, deren Körpertemperatur höher als die Umgebungstemperatur ist. Alle Schlangen besitzen einen gut ausgebildeten Geruchssinn, der hauptsächlich in ihrer langen gespaltenen Zunge liegt, mit der sie ihre Umgebung bezüngeln.

 

Ihre Schädel und Kiefer sind flexibel und dehnbar. Sie können so ihren Schlund bis auf das mehrfache vergrößern. Daher können Schlangen auch große Beutetiere verschlingen. Auch wenn manche Schlangen Eier oder Insekten fressen, so ernähren sich doch die meisten von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Fröschen oder Reptilien. Einige unter ihnen töten ihre Beute durch erwürgen, andere durch einen gezielten Biß.

 

NetzpythonZur Gattung der Pythons zählt die längste Schlange der Welt, die asiatische Netzpython, die über 10 m lang wachsen kann. Pythons sind ungiftige Würgeschlangen. Sie sind Eierlegend, im Gegensatz zu Ihren nächsten Verwandten, den Boas, die jedoch lebendgebärend ihre Jungtiere zur Welt bringen.

zurück