Woran erkennt man Reptilien?

       
 Schlange  Echse  Schildkröte  Krokodil

In der Gruppe der Reptilien findet man große, furchteinflößende Tiere mit scharfen Zähnen und kräftigen Kiefern, aber auch kleine, ungefährliche und außergewöhnliche Arten.

Reptilien leben an vielen unterschiedlichen Orten und in den verschiedensten Klimazonen der Erde, beispielsweise in den tropischen Regenwäldern, Sümpfen und undurchdringlichem Dschungel oder in trockenen, unfruchtbaren Stein- oder Sandwüsten. Manche von ihnen leben in den Ozeanen und an ihren Küsten oder in fließenden Süßwassergewässern. Einige von ihnen besitzen ein so starkes Gift, das ein einziger Biss einen Menschen töten kann, jedoch die meisten sind wirklich harmlos.

Aber unabhängig davon wie sie aussehen, ob groß oder klein, oder an welchen Orten sie leben - alle Reptilien haben bestimmte gemeinsame Merkmale:

 

  • Alle Reptilien besitzen eine Wirbelsäule - man nennt sie deshalb auch "Wirbeltiere" oder "Vertebraten".
  • Reptilien unterscheiden sich jedoch innerhalb der Gruppe der Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säuger) nochmals. So sind beispielsweise Vögel und Säugetiere, die auch Wirbeltiere sind, immer "gleichwarm". Das heißt, unabhängig von der Außentemperatur haben "gleichwarme" Lebewesen immer eine relativ konstante Körpertemperatur. Beispielsweise beträgt sie bei uns Menschen etwa 37 °C und diese Temperatur ist im Sommer wie im Winter - oder auch bei unterschiedlichen Aktivitäten wie dem Schlafen oder dem Sport treiben immer gleich. Reptilien sind im Gegensatz dazu "wechselwarm". Ihre Körpertemperatur entspricht der Umgebungstemperatur. Sollten einige Reptilien zu lange in der Sonne liegen, wie beispielsweise Alligatoren und Krokodile - dann gehen sie wieder ins Wasser, um sich abzukühlen. Andersherum verlassen sie das Wasser, um sich in der Sonne wieder aufzuwärmen.
  • Auffällig ist daher auch, dass Reptilien nicht schwitzen. Wenn man ihre Haut z.B. während eines Sonnenbades anfasst, merkt man, dass sie trocken ist. Auf ihrer Hautoberfläche tragen sie z.B. auch verhornte Schuppen, die sie vor Austrocknung und Verletzungen schützen.
  • Reptilien sind ihr ganzes Leben Lungenatmer. Darin unterscheiden sie sich von den Amphibien. Froschlarven haben z.B Kiemen zum atmen, die Lunge entsteht erst im Lauf ihrer weiteren Entwicklung der Metamorphose.
  • Gleichwarme Lebewesen wie auch der Mensch, müssen regelmäßig Nahrung zu sich nehmen. Die Nahrung wird in den Zellen des Körpers verbrannt - und die Wärme, die dabei frei wird, erhält die Körpertemperatur aufrecht. Reptilien müssen ihre Temperatur nicht konstant halten. Sie können deshalb auch relativ lange ohne Nahrung überleben. Einige Schlangen können, nachdem sie eine Maus verzehrt haben, bis zu sechs Monate oder länger nach dieser Mahlzeit überleben.
  • Fast alle Reptilienweibchen legen Eier in Eigelegen ab, aus denen später ihre Babies schlüpfen. Die Befruchtung der Eier findet stets im Körper des Weibchens statt. Auch Reptilien, die im Wasser leben, wie z.B. Meeresschildkröten, legen ihre Eier zu Lande ab.
  • Einige andere Reptilienarten bringen jedoch auch lebende Junge zur Welt.
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