Wie sind die Reptilien entstanden?

Amphibien waren die ersten Wirbeltiere, die aus dem Wasser kamen und das Festland besiedelten. Sie hatten sich aus fischähnlichen Vorfahren entwickelt. Aus solchen frühen Amphibienformen entwickelten sich schließlich die ersten Reptilien, die dann während der nächsten 120 Millionen Jahre jede ökologische Nische des Planeten besetzten. Sie gingen auf dem Boden, sie schwammen in den Meeren, und sie flogen am Himmel. Reptilien existieren seit über 300 Millionen Jahren und zählen zu den ältesten Tierfamilien

Die wohl beeindruckendsten Reptilien der Ur-Zeit waren die vielen verschiedenen "Dinosaurier". Bei den sogenannten Ur-Reptilien gab es sowohl Fleischfresser als auch Pflanzenfresser. Einige Dinosaurier, waren riesig; es gab aber auch relativ kleine Arten. Dinosaurier waren die intelligentesten und am weitesten entwickelten Reptilien.

 

Vor etwa 65 Millionen Jahren verschwanden jedoch die Dinosaurier und viele andere Reptilien von der Erde. Die Wissenschaft ist sich immer noch nicht sicher, warum dies geschah. Zahlreiche Wissenschaftler glauben, dass durch einen einzigen großen Meteoriteneinschlag so viel Staub aufgewirbelt wurde, dass große Dunkelheit auf der Erde entstand, durch die kaum noch Sonnenlicht drang. In Folge daraus starben viele Pflanzen und so mussten viele Tiere verhungern. Andere Wissenschaftler vermuten, dass gewaltige Vulkanausbrüche die Ursache waren. Hierdurch könnten mindestens ebenso große Staubwolken und Hitzewellen entstanden sein.

 

Die heute lebenden Reptilien stammen nicht direkt von den Dinosauriern, sondern von anderen frühen Reptilienarten ab, die sich über die Jahrmillionen trotz aller veränderten Lebensumstände anpassen konnten. Ein seltenes Reptil und damit eine der wenigen Ausnahmen ist die Brückenechse "Tuatara", die in zwei Arten auf einigen Neuseeländischen Inseln beheimatet ist. Sie existierten schon vor den Dinosauriern und haben sich bis heute praktisch nicht verändert - man spricht deshalb auch von "lebenden Fossilien".

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