Reptilienfreunde: Einheimische Reptilien brauchen EURE Hilfe !!!

Hallo Reptilienfreunde,

 

 

 

Mehrere Anrufe in diesem Jahr erreichten das Reptilium Landau, mit dem Hinweis von besorgten Bürgern, exotische Tiere im Garten oder auf der Straße gesehen zu haben. Viele davon gründen sich auf die Sichtung von Ringelnatter, Feuersalamander und Co., die durchaus heimisch sind in unserer Umgebung. Leider sind diese Tiere stark bedroht in ihrem Bestand und daher wissen auch viele Kinder und auch Erwachsene nicht, wie die einheimischen Reptilien überhaupt aussehen.

 

Das neue Projekt des Reptilium Landau hat daher zum Ziel, die hier beheimateten Arten den Besuchern näher vorzustellen und gleichzeitig einen aktiven Anteil am Erhalt der bedrohten Tiere zu leisten.

Durch die freundliche Bereitschaft der Stadt Landau ist es dem Reptilium gelungen, das Gelände um fast 800 qm zu erweitern. Diese Fläche soll ausschließlich den hier ansässigen Reptilien- und Amphibienarten gewidmet werden, um sowohl den pädagogischen als auch den ökologischen Prinzipien zu entsprechen, die sich das Reptilium gesteckt hat.

Um das neue Terrain zu erschließen, ist voraussichtlich mit einem finanziellen Aufwand von etwa zweihunderttausend Euro zu rechnen. Dabei sind die Betreiber des Terrarien- und Wüstenzoos auf die Mithilfe von gewerblichen Sponsoren und auch privaten Tierliebhabern angewiesen.

Wenn Sie Interesse haben, dieses Artenschutz-Projekt zu unterstützen, dann können Sie gern einen Betrag Ihrer Wahl auf folgendes Spendenkonto überweisen:

 

                        Kontonummer: 103 228 940

                        BLZ:                            548 623 90

                        Institut:             Raiffeisenbank Herxheim          

 

Ein großes Dankeschön geht an unsere Sponsoren

 

Zum Dank bekommt jeder Spender eine Urkunde mit der Flächenangabe, deren Erschließung er mit seiner Spende unterstützt hat. Dazu ist die Angabe der Adresse auf der Spendenüberweisung nötig.

 

 

Natürlich ist es auch möglich Spenden anonym abzugeben.

 

 

Bauplan

Reptilium Aussenanlagen

 

#1 - #5 = Terrarien

#6 = Europäische Landschildkröten

#7 = Außengehege Spornschildkröten

#8 = Wasserschildkröten

 

Da die Planung noch in vollem Gange ist, können jederzeit Änderungen vorgenommen werden.

 

 

Europäische Reptilienarten:

 

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Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

 

Die Äskulaptnatter ist die größte einheimische Schlangenart und kann eine Länge bis etwa zwei Meter erreichen. Sie ist für den Menschen nicht gefährlich! Die Äskulapnatter erhielt ihren Namen vom griechischen Gott der Heilkunst, um dessen Äskulapstab sich eine solche Schlange windet.   

 

Das Hauptverbreitungsgebiet der Äskulapnatter befindet sich im Süden und Südosten Europas. Es gibt jedoch noch einige isolierte Vorkommen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Reliktvorkommen in Deutschland befinden sich beispielsweise im Taunus, im südlichen Odenwald, im südlichen Schwarzwald und an der Donau bei Passau.

 

In der Roten Liste Deutschlands wird diese Schlangenart als vom Aussterben bedroht eingestuft (Kategorie 1).

 

 

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Würfelnatter (Natrix tessellata)

 

 

Die Würfelnatter ist eine der am meisten bedrohten Schlangenarten in Deutschland. Sie kommt heute nur noch in sehr kleinen Populationen an der Nahe, der Lahn, der Mosel und der  Ahr sowie an der Elbe bei Meißen vor.

Es handelt sich bei der Würfelnatter um eine Wassernatter, die sich überwiegend von Fischen und Fröschen ernährt. Aufgrund diese Ernährungsweise sind diese Tiere auf naturbelassene Flussabschnitte angewiesen. Die Würfelnatter wird meist zwischen 75 und 100 cm lang, wobei sehr alte Tiere gelegentlich eine Länge bis zu 150 cm erreichen können.       

 

In der Roten Liste Deutschlands wird diese Schlangenart als vom Aussterben bedroht eingestuft (Kategorie 1).

 

 

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Ringelnatter (Natrix natrix)

 

Die Ringelnatter ist eine der Schlangenarten, die auch in Deutschland noch relativ häufig vorkommt. Die Tiere leben überwiegend an Gewässern, wo sie auch ihre aus Fischen und Amphibien bestehende Nahrung erbeuten. Für den Menschen ist die Ringelnatter in keinster Weise gefährlich. Diese Schlangenart bleibt meist kleiner als 100 cm – es gibt jedoch ausnahmsweise auch Tiere mit bis zu 120 cm Gesamtlänge.

Die Ringelnatter lässt sich von allen übrigen einheimischen Schlangenarten durch gelbe Flecken am Hinterkopf – den sog. „Halbmondflecken“  unterscheiden. Aufgrund dieses Merkmals ist es auch dem Laien möglich die Ringelnatter eindeutig zu identifizieren. Trotzdem werden auch noch heute viele Ringelnattern aus Unkenntniss und aus Furcht vor Giftschlangen erschlagen.       

 

In der Roten Liste Deutschlands wird diese Schlangenart als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft.

 

 

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Kreuzotter (Vipera berus)

 

Die Kreuzotter ist eine von zwei einheimischen Giftschlangen. Ihr Biss kann auch für den Menschen potentiell gefährlich sein. Aufgrund der relativ geringen Giftmenge bei dieser Art können Kreuzotternbisse jedoch vor allem bei Kindern und älteren Menschen Komplikationen hervorrufen. Gesunde Erwachsene überstehen einen Kreuzotternbiss hingegen meist komplikationslos. Seit 1959 ist nur ein Todesfall durch einen Kreuzotternbiss bekannt geworden.     

Das Risiko von einer Kreuzotter gebissen zu werden ist jeoch als äusserst gering einzustufen, da diese Schlangen sich bei der geringsten Beunruhigung zurüvckziehen und sich verstecken.

 

In der Roten Liste Deutschlands wird diese Schlangenart als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft.

 

 

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Europäische Hornotter (Vipera ammodytes)

 

 

Das Verbreitungsgebiet der Hornotter umfasst Nord-Italien, Süd-Österreich über der Balkan und Kleinasien bis ins Kaukasus-Gebiet. In Deutschland kommt die Hornotter nicht vor.

Unter den europäischen Vipern hat die Europäische Hornotter eines der stärksten Gifte. Aus diesem Grund ist diese mittelgroße Viper (70-80 cm Gesamtlänge; in Ausnahmefällen bis etwa 110 cm) vor allem für jüngere und ältere Menschen potentiell gefährlich. 

Wie alle übrigen europäischen Vipern auch, bringt die Hornotter lebende Jungtiere zur Welt, die sich zu Beginn überwiegend von Insekten und kleinen Eidechsen ernähren.  

 

In der Roten Liste Österreichs wird diese Schlangenart als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft.

 

 

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Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata)

 

 

Die Smaragdeidechse ist die größte in Deutschland heimische Eidechse und kann eine Gesamtlänge von bis zu 40 cm erreichen.

Diese Art lebt in Spanien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland. 

In Deutschland gibt es heute nur noch einige kleine Populationen in Rheinland-Pfalz. Es werden dort das mittlere Rheintal sowie die Hänge der unteren Mosel und der Nahe besiedelt.

Bis vor wenigen Jahren lebte diese Art auch noch in der Umgebung von Bad Dürkheim, ist dort jedoch mittlerweile ausgestorben.  

 

In der Roten Liste Deutschlands wird diese Echsenart als vom Aussterben bedroht eingestuft (Kategorie 1).

 

 

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Perleidechse (Timon lepidus)

 

 

Die Perleidechse lebt in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas. Insbesondere in Spanien, Südfrankreich und Norditalien ist diese Art weit verbreitet. Es handelt sich bei der Perleidechse um die größte europäische Eidechsenart, die eine Gesamtlänge von 50 bis 70 cm erreichen kann. Die Tiere leben in offenen und trockenen Lebensräumen. Bei Gefahr flüchten die Tiere in Versteckplätze, sie sind jedoch – wie viele Eidechsenarten - auch in der Lage ihren Schwanz abzuwerfen um von einem Beutegreifer abzulenken. Der Schwanz wächst innerhalb einiger Wochen und Monate wieder nach. In der Natur haben diese Tiere eine Lebenserwartung von 9-10 Jahren, in Menschenobhut können sie bis etwa 20 Jahre alt werden.  

 

Die Perleidechse wird von der IUCN (Welt Naturschutz Union) als „nahezu bedroht“ [Kategorie: Near Threatened (NT)] eingestuft.

 

 

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