Am 8. August 2005 erschnüffelte die Rauschgifthündin „Cara“ vom Zoll am Frankfurter Flughafen insgesamt 375 geschützte Schildkröten, die in zwei Koffern transportiert wurden. In der Mehrzahl handelte es sich um die durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützte Sternschildkröte (Geochelone elegans). Die Tiere wurden zur Sicherstellung einer Tier- und Artgerechten Pflege in den Zoologischen Garten Frankfurt gebracht und dort von den zuständigen Mitarbeitern erstversorgt. Selbstverständlich ist es für einen einzelnen Zoo nicht möglich eine solch große Anzahl von Schildkröten langfristig unterzubringen. Aus diesem Grund wurden vom Kurator des Exotariums im Zoo Frankfurt, Herrn Dipl. Biol. Rudolf Wicker, zoologische Einrichtungen gesucht, die über das entsprechende Know How und die räumlichen Vorraussetzungen für die Haltung dieser als heikel geltenden Tropischen Landschildkröte verfügen. Am 29. August 2005 wurden 15 Jungtiere der Sternschildkröte vom Zoologischen Leiter des Reptilium in Frankfurt abgeholt und nach Landau gebracht. Das Reptilium beteiligt sich damit, neben anderen Zoos und ausgewählten Privatpersonen, an einer langfristigen Sicherstellung einer artgerechten Pflege für diese Tiere.
Die Sternschildkröten befinden sich in einem recht guten gesundheitlichen Zustand, werden jedoch noch für einige Zeit in der Quarantänestation des Zoos gepflegt werden müssen.
Weitere Informationen zu diesem extremen Fall des Wildtierschmuggels finden Sie unter folgender Internetadresse: Zoll Link
Dipl. Biol. Thomas Wilms
(Zoologischer Leiter)